Was bedeutet Respekt?
Der Begriff Respekt ist gar nicht so einfach fassbar, wie es zunächst den Anschein hat. Jeder möchte respektiert werden und gerade Erwachsene verlangen von Kindern mit Respekt behandelt zu werden. Dabei ist selbst für Erwachsene oft gar nicht klar, was damit gemeint ist. Umso schwieriger wird es für ein Kind zu verstehen, was von ihm verlangt wird, wenn es heißt: „Hab gefälligst Respekt vor mir!“ Respekt umfasst nämlich viele unterschiedliche Aspekte, die nicht alle notwendig für gute Umgangsformen sind. So kann es Achtung vor einer Person bedeuten, die Wahrnehmung einer Person als Autorität, die Anerkennung einer Person oder Leistung oder einfach Toleranz. Diese Bedeutungen sind alle unterschiedlich und keiner kann von einem Kind verlangen, dass es etwas mit dem Wort Respekt anzufangen weiß, geschweige denn anderen Menschen all diese genannten Formen des Respekts entgegenbringt.



Respektvollen Umgang vorleben
Die einfachste Art Kindern ein „respektvolles“ Verhalten beizubringen, ist eben diesen nicht nur vorzuleben, sondern ganz konkret das Kind so zu behandeln. Es bedeutet zum Beispiel, dass man ein Kind, das spielt, in seiner „Arbeit“ ernst nimmt und es nicht grundlos darin stört. Oder wenn man möchte, dass es etwas macht, oder wenn es eine Frage stellt, sind einsilbige Antworten tabu. Man sollte respektieren, dass ein Kind eine ganz eigene spezielle Perspektive auf die Dinge hat und sich deshalb eben auch anders verhält als ein Erwachsener.

Demnach stört es 71 Prozent der befragten  Kinder, wenn Erwachsene sich vordrängeln. Fast genauso viele Kinder stört es, wenn Spielplätze durch Hundeexkremente oder Zigarettenstummel verdreckt sind. Verzichten Erwachsene auf die Höflichkeitsworte 'bitte' und 'danke', finden das 56 Prozent der Befragten befremdend. Und fast 46 Prozent fühlen sich von Autofahrern, die zu schnell durch die Gegend rasen, belästigt oder bedroht.



Der Mensch ist sozial gleichwertig. Alle Menschen sind sozial gleichwertig, sie sind nicht gleich und haben auch nicht die gleichen Verpflichtungen und Verantwortungsbereiche, aber sie haben alle den gleichen Wert. Würde, Respekt und Anerkennung jedes einzelnen Menschen ist die Basis sozialer Gleichwertigkeit.



Würde und Respekt

Einem gesunden Selbstwertgefühl liegt ein positives Menschenbild zu Grunde. Die Individualpsychologie lehrt, dass Kinder zum Wohle aller gerne beitragen wollen, jedoch benötigen sie eine ermutigende Erziehung und Begleitung. Dort , wo diese Haltung vorgelebt wird, zeigen Kinder Selbstachtung und lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Erwachsene, die in Ihrer Kindheit Respektlosigkeit und Verachtung erfahren haben oder verwöhnt wurden , leiden unter mangelndem Selbstwertgefühl.

aus www.rudolf-dreikurs-institut.at